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Fantasie & WunderDeutsch

Kissenburg für Mo

Mo schob das letzte Sofakissen an die Wand. Dann zog er die große gelbe Decke darüber. Er wollte eine Höhle bauen, eine ganz dunkle, nur für sich und seinen Stoffbären Brummel.

„Gleich sind wir drin, Brummel“, sagte Mo.

Er hob das Deckendach hoch und wollte hineinkrabbeln. Da rutschte ein Kissen weg. Die Decke sank ein. Plumps, lag alles flach auf dem Teppich.

Mo seufzte. Er stapelte die Kissen noch einmal auf. Wieder zog er die Decke darüber. Wieder sank sie ein.

„Die Decke ist zu glatt“, sagte Mo. „Sie rutscht immer runter.“

Er setzte sich hin und schaute. Neben dem Sofa stand der Wäschekorb mit den Wäscheklammern. Mo sah die Klammern an. Dann sah er die Decke an.

„Brummel, ich hab eine Idee!“

Er klemmte die Decke mit Klammern an die Kissen. Klick. Klick. Klick. Und noch eine, und noch eine. Dann nahm er zwei Stühle und legte die Decke über die Lehnen. Jetzt hing sie fest, wie ein Zeltdach.

„Ich geh zuerst rein“, flüsterte Mo. Das war der schwerste Teil. Drinnen war es so dunkel! Aber Brummel brauchte jemanden, der vorangeht. Mo holte tief Luft und kroch hinein.

Die Höhle hielt. Sie war weich und warm und roch nach Sofa.

Draußen raschelte etwas. Eine Pfote schob sich unter die Decke, dann eine Schnauze. Es war Kater Pelle, der immer auf dem Sofa schlief. Er drehte sich dreimal im Kreis und plumpste auf Mos Bein.

„Das ist aber meine Höhle“, sagte Mo.

Pelle fing an zu brummen, tief und laut, wie ein kleiner Motor. Mo lachte und kuschelte sich an ihn.

Über ihnen hielten die Klammern die Decke fest. Klick, machte noch eine, als sie sich setzte. Dann war es still, nur Pelle brummte weiter.